2025

Transit von Anna Seghers

 

Premiere: 5.11.2025

Berliner Ensemble

 

 

 

Regie: Marie Schwesinger

Bühne: Lara Scheuermann

Kostüm: Julia Wartemann

Dramaturgie: Lukas Nowak

Musik: Tim Roth

 

Spiel: Paul Herwig, Kathleen Morgeneyer & Paul Zichner

 

Nachste Spieltermine: 24.02.2026 & 25.02.2026

 

Infos & Tickets: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/transit

 

 

 

 

Marseille 1940. Tausende stranden auf der Flucht vor den Nazis in der französischen Hafenstadt. Gefangen in einem aufreibenden Wartezustand und der permanenten Angst vor Razzien geht es weder vor noch zurück. Auf den Konsulaten der Stadt beginnt ein Wettlauf um Papiere: Visa, Transit, Passierschein… nur wenn alles vollständig ist, besteht Hoffnung auf eine Schiffspassage raus aus Europa. In den Wirren der Flucht fallen dem jungen Seidler die Papiere eines Toten in die Hände. Aus Seidler wird Weidel – zumindest auf dem Papier. Als Seidler auf Marie trifft, die zusammen mit einem deutschen Arzt geflüchtet ist, verliebt er sich – ohne zunächst zu ahnen, dass Marie noch immer auf der Suche nach ihrem verschollenen Mann ist. Anna Seghers hat mit dem stark autobiografisch beeinflussten Roman "Transit", der 2018 prominent von Christian Petzold verfilmt wurde, nicht nur eines der wichtigsten Werke der deutschen Exilliteratur geschrieben, sondern auch eine Liebesgeschichte unter liebesfeindlichen Umständen.

Anlässlich des 125. Geburtstags von Anna Seghers eröffnet Marie Schwesinger mit einer Inszenierung von "Transit" die vierte Spielzeit von WORX, dem internationalen Regienachwuchsprogramm. Schwesinger, die Szenische Künste in Hildesheim und Regie in Frankfurt am Main studierte, interessiert an "Transit" u.a. das Motiv des "nützlichen Flüchtlings" und die Kontinuität des abwertenden Sprechens über Geflüchtete, das sich bis in die Debatten um Asyl und Flucht unserer Gegenwart fortsetzt.

 


2024

Die Laborantin

von Ella Road

 

Premiere: 13.10.2024

Theater Kiel

 

Regie: Marie Schwesinger

Bühne & Kostüm: Marvin Ott

Musik: Louisa Beck

Dramaturgie: Kerstin Daiber

 

Spiel: Claudia Friebel, Rudi Hindenburg, Philipp von Schön-Angerer und Rebekka Wurst

 

Eine nicht allzu weit entfernte Zukunft. Bea, Laborantin in einer großen Klinik, arbeitet in einer Wachstumsbranche: Seit kurzem gibt nämlich ein einfacher Bluttest Auskunft über Erbkrankheiten, Gendefekte und die Wahrscheinlichkeit psychischer und körperlicher Erkrankungen und errechnet einen Gesamtwert auf einer Skala von eins bis zehn. Was als Fortschritt für die individuelle Gesundheitsvorsorge gedacht ist, wirkt sich schnell auf alle Lebensbereiche aus: Der Traumjob, ein Date, der Kredit fürs Eigenheim, nichts geht mehr ohne ein gutes Rating – und wäre es nicht am humansten, Menschen mit schlechten Erbanlagen pflanzten sich gar nicht erst fort? Bea (7,1) und ihrem Freund Aaron (8,9) hingegen stehen alle Türen offen. Als Beas Freundin Char nur auf 2,2 getestet wird, entdeckt Bea einen lukrativen Nebenerwerb.

Das mehrfach ausgezeichnete Debütstück der jungen englischen Autorin beschreibt ein dystopisches Zukunftsszenario vom gläsernen Menschen und der perfiden Selektion des Nichtperfekten.

 

Infos: https://www.theater-kiel.de/schauspiel-kiel/programm/produktion/titel/die-laborantin

 

Rezension Kieler Nachrichten: https://www.kn-online.de/kultur/regional/die-laborantin-taucht-in-kiel-in-die-nahe-zukunft-einer-gen-rating-welt-TMYVBLOU2VB7NIYUAOARK2A6RQ.html


Innere Sicherheit

von Marie Schwesinger

Tetmitarbeit: Jenny Flügge

 

Ein Dokumentartheaterstück zum Themenkomplex NSU 2.0

 

Kooperation mit den Landungsbrücken Frankfurt und dem kuenstlerhaus43, Theater im Palasthotel, Wiesbaden

 

Konzeption, Text, Regie

Premiere: 16.05.2024

Fotos: Christian Schuller

 

Es ist der 2. August 2018, gegen mittags. Im 1. Frankfurter Polizeirevier setzt sich eine Person an einen Computer im Wachraum, öffnet eines der polizeilichen Auskunftssysteme und tippt in das Suchfeld einen Namen ein. 90 Minuten später geht bei einer Frankfurter Rechtsanwältin ein Drohschreiben ein, unterzeichnet mit den Worten „NSU 2.0“. Es wird das erste Drohschreiben von vielen sein, die sich gegen Politiker*innen, Jurist*innen, Journalist*innen und Künstler*innen richten – viele von ihnen Frauen oder migrantisch gelesene Personen. Welche inneren Verunsicherungen lösen diese menschenverachtenden Worte aus? Werden den Worten Taten folgen? Handelt es sich um einen Angriff auf die Demokratie? Mithilfe von Prozessmitschriften sowie Interviews mit Betroffenen und Expert*innen, versammelt das Team um Marie Schwesinger („Werwolfkommandos“) Fakten, Fragen, Querverbindungen und lose Enden rund um den Themenkomplex NSU 2.0. Wo sind wir sicher, wenn die die Bedrohung aus dem Inneren des Systems kommt?

 

Konzeption, Text, Regie: Marie Schwesinger // Text, Dramaturgie: Jenny Flügge // Konzeption, Bühne, Kostüm: Thea Hoffmann-Axthelm // Musik: Louisa Beck // Produktionsleitung: Dörthe Krohn // Lichtdesign: Nina Koempel // Mit: Andreas Jahcke, Sam Michelson & Nora Solcher

 

Infos: https://www.landungsbruecken.org/de/programm_aktuell.php?t524=detail,5017

 

Video-Trailer (Video: DeDa Produvtio): https://vimeo.com/949075454

 

Pressefotos (Fotos: Christian Schuller): https://drive.google.com/drive/folders/1cqF4pVx3YSSJsPE8-O7D7CME_94cjW-a?usp=sharing

 

Presseschau: https://drive.google.com/file/d/1MRkvGG1bALyhep3tIaacpO6VuPkuUMCE/view?usp=sharing

 


2023

Lebenswert

von Marie Schwesinger

 

Ein Dokumentartheaterstück zur NS-Euthanasie in Schleswig-Holstein

 

Ein Produktion vom Theater Kiel

 

Konzeption, Text, Regie

 

Premiere: 08.10.2023

 

Fotos: Olaf Struck

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg tauchte Werner Heyde, einer der Hauptprotagonisten der Euthanasieverbrechen während der NS-Diktatur, unter dem Decknamen Fritz Sawade als Arzt in Flensburg unter. Gleichzeitig war Werner Catel, an verantwortlicher Stelle für die Ermordung angeblich nicht lebensfähiger Kinder, von 1954-1960 Leiter der Kieler Kinderklinik. Hans-Gerhard Creutzfeldt, seit 1938 Professor für Psychiatrie in Kiel und erster Nachkriegsrektor der Universität nach dem zweiten Weltkrieg, spielt eine in der Forschung zumindest umstrittene Rolle. Das Dokumentartheaterstück begibt sich auf die Spuren dieses dunklen Kapitels der schleswig-holsteinischen Landesgeschichte.

 

Recherche, Text, Regie: Marie Schwesinger // Recherche, Dramaturgie: Jens Paulsen // Bühne & Kostüm: Sabine Mäder // Musik: Tim Roth // Regieassistenz: Pia Koop // Soufflage: Karl Friedrich Seraphim // Mit: Jennifer Böhm, Rudi Hindenburg, Imanuel Humm, Yvonne Ruprecht

 

Infos, Fotos, Tickets (Spieltermine ab Frühjahr 2025 geplant)https://www.theater-kiel.de/schauspiel-kiel/programm/produktion/titel/lebenswert-urauffuehrung-1

 

Zur möglichen Umbenennung des Kieler Studentenwohnheims "Professor-Hallermann-Hauses" in Folge der Inszenierung "Lebenswert":

https://studentenwerk.sh/de/zur-person-professor-hallermann

https://www.kn-online.de/kultur/regional/schauspiel-kiel-das-stueck-lebenswert-spuert-der-ns-geschichte-nach-HIMP7UEOEZERZEDCZIQUVCNXCQ.html

https://asta.uni-kiel.de/en/stellungnahme-fuer-eine-umbenennung-des-professor-hallermann-hauses/

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Wegen-NS-Vergangenheit-Kieler-Studierende-wollen-Wohnheim-umbenennen,regionkielnews1040.html

 

 


Ich, Wunderwerk und How much I love disturbing content

von Amanda Lasker-Berlin

 

Ein Produktion vom Theater Bielefeld

 

 

Regie

 

 

Premiere: 28.01.2023

 

Fotos: Philipp Ottendörfer

 

Vier Perspektiven. Vier unterschiedliche Motive – stark im Fokus: Videobilder. Es wird verhandelt, was ungezeigt bleibt, vergessen wurde oder in der Routine des endlosen Klickens untergeht. Vier Blicke, die wie durch die Kameralinse ganz nah an das heranzoomen, was dem menschlichen Auge so nicht auffällt. Ein Blick schaut eine alte Super­-8­-Aufzeichnung eines zurückliegenden Familienfests an. Der andere klebt an YouTube­-Videos, die Polizei­gewalt darstellen. Der dritte erinnert sich an Fernsehaufnahmen von einer Geiselnahme in der zurückgelassenen Heimatstadt Gladbeck. Und der vierte Blick sieht das, was ungesagt bleibt. Und was macht der Tod eigentlich für einen Unterschied für uns Lebende im Blick auf die Bilder, die er hinterlässt? Sollten wir Leben­ den diese speichern oder einfach löschen?
Das Stück von Amanda Lasker­-Berlin nimmt diese Blicke unter die Lupe, setzt sie mosaik­artig zusammen und webt ein Bild aus Eindrücken, Erinnerungen und Gedanken. Dazwischen scheinen Fragen auf, Fragen an das eigene Ich, die eigene Geschichte, die eigenen Gefühle – zumindest für kurze Momente, für kurze Klicks. Der Theatertext beschreibt Videos, zoomt sprachlich heran an Bilder und Ereignisse, und befragt die Macht dieses Mediums über unsere Art, Welt zu erfahren und zu erinnern.

 

Regie: Marie Schwesinger // Bühne und Kostüm: Marion Schindler // Dramaturgie: Irene Wildberger // Musik: Tim Roth // Regieassistenz: Jasmin Pietsch // Mit: Brit Dehler, Fabienne-Deniz Hammer, Carmen Priego

 

Infos, Fotos, Rezensionen: https://theater-bielefeld.de/veranstaltung/ich-wunderwerk-und-how-much-i-love-disturbing-content.html

 


2022

Werwolfkommandos

Rechter Terror vor Gericht

 

Ein Produktion von Fabiola Eidloth, Julia Just und Marie Schwesinger

 

Kooperation mit den Landungsbrücken Frankfurt und dem Kunstfest Weimar 2022

 

Konzeption, Text, Regie

 

Premiere: 10.09.2022

Fotos: Christian Schuller

 

"Werwolfkommandos" wurde mit dem Publikumspreis des MADE-Festivals (Marburg) 2024 ausgezeichnet und mit dem Publikumspreis der Hessischen Theatertage 2024!!

 

Die Performance »Werwolfkommandos« beschäftigt sich mit dem Thema der rechtsextremistischen Gewalt in Deutschland und den Formen juristischer Aufarbeitung. Im Zentrum stehen dabei zwei Strafprozesse und die Prozessbeobachtungen des künstlerischen Teams: der Gerichtsprozess um die Ermordung Walter Lübckes und den rechtsextremen Angriff auf Ahmed I. sowie der Prozess gegen den Bundeswehrsoldaten Franco A.
Theater und Gericht – in keinem Raum spielt die Sprache eine so elementare Rolle. In keinem anderen Raum wird so sehr mittels Sprache um die Definition der Gegenwart gerungen, wird Sprache selbst zum bestimmenden Element von Wirklichkeit. Welche sprachlichen Verbindungslinien lassen sich zwischen diesen Prozessen und der Selbstinszenierung aller Prozessbeteiligten ziehen? In welchen Prozessen erhalten Betroffene eine Stimme? Es geht um die Frage, wann gesprochen und wann geschwiegen wird, es geht um die Beanspruchung von Begrifflichkeiten und um die Deutungshoheit über die Diskurse. Mit welcher Sprache kann auf der Bühne rechten Positionen künstlerisch begegnet werden?

 

Konzept, Text, Regie: Marie Schwesinger // Konzept, Dramaturgie: Julia Just, Fabiola Eidloth // Bühne & Kostüm: Marion Schindler // Musik: Milan Loewy & Tim Roth // Künstl. Produktionsleitung: Lisa Bühler & Dörthe Krohn // Lichtdesign & Technik: Nina Koempel // Fotos & Video: Christian Schuller // Gafikdesign: Sofie Böhm // Lektorat Begleitheft: Luise Besier // Mit: Nicolai Gonther, Florian Mania, Anabel Möbius & Rosanna Ruo

 

Infos zum Inhalt & zum Team: http://landungsbruecken.org/de/programm_aktuell.php?t524=detail,4781

Video-Trailer (Video: Christian Schuller): https://vimeo.com/782116127

 

Pressefotos (Fotos: Christian Schuller): https://drive.google.com/drive/folders/1kM9X7ZZCtVf9Ncl-bodDHr2EC0L3s7pf?usp=sharing

 

Presseschau: https://drive.google.com/file/d/1isoUFvokfKJKBKYvykb748-RyW3x29o-/view?usp=sharing

2021

DER RACHE NICHT

von Jan Deck &

Marie Schwesinger

 

Ein Audiowalk auf den Spuren verfolgter Frankfurter Künstler*innen der NS-Zeit

 

Konzeption, Text & Regie

Eine Produktion von Kollektiv Widerhall in Kooperation mit studioNAXOS, Frankfurt

Premiere: 29.04.2021

Foto-Cedit: Christian Schuller

2020

WIDERHALL

von Marie Schwesinger

 

Eine szenische Recherche zu den Frankfurter Auschwitzprozessen

 

Text & Regie

 

studio NAXOS /

Eine Produktion von Bronstein/Casagrande/ Haagen/Schwesinger

Premiere: 26.09.2020

 

Foto-Credit: C. Schuller


Niemand ist bei den Kälbern

von Alina Herbing

 

Regie & Ausstattung

 

Burg Hülshoff / Center for Literature

 

Premiere: 29.08.2020

 

Foto-Credit: M. Schwesinger


2019

DAS FELD (UA)

von Robert Seethaler

 

Textfassung & Regie

 

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

 

Premiere: 06.12.2019

 

Foto-Credit: K. & M. Forster

 


CORPUS DELICTI

von Juli Zeh

 

Textfassung & Regie

 

Schauspiel Frankfurt

 

Premiere: 27.10.2019

 

 

 

Foto-Credit: R. Schittko


2018


GEGEN ALLE WIDERSTÄNDE

Eine Auseinandersetzung mit den Frankfurter Auschwitzprozessen.

Mit Texten von Hannah Arendt, Emmi Bonhoeffer, Marie Schwesinger, Peter Weiss u.a.

 

Text & Regie

 

Schauspiel Frankfurt

Premiere: 30.10.2018

 

Foto-Credit: C. Schuller


2015 - 2017 (HfMDK Frankfurt)

SCHWARZES TIER TRAURIGKEIT

von Anja Hilling

 

Regie

 

Frankfurt LAB / HfMDK Frankfurt, Studienprojekt 3

 

Premiere: 18.05.2017

 

Foto-Credit: Robert Schittko


MAß FÜR MAß

von William Shakespeare

 

Regie

 

Frankfurt LAB / HfMDK Frankfurt, Studienprojekt 2

 

Premiere: 30.09.2016

 

 

 

Foto-Credits: N. Neuwirth


REIHER

von Simon Stephens

 

Regie

 

Frankfurt LAB / HfMDK Frankfurt, Studienprojekt 1

 

Premiere: 12.02.2016

 

 

Foto-Credit: C. Schuller


DER JÜNGSTE TAG

von Ödön von Horvath

 

Regie

 

HfMDK, Frankfurt / Szenenstudium

 

Premiere: 19.09.2015

 

Foto-Credit: Tayfun Selcek


2010 - 2014

DA IST EINE LEERSTELLE IN MEINEM KOPF

von Marie Schwesinger

 

Text & Regie

 

Oldenburgisches Staatstheater

Premiere: 22.11.2013

 

Foto-Credit: Marketing Oldenburgisches Staatstheater


THE DAY OF THE HAPPY EVENT

Nach dem Film "Heavenly Creatures" von Peter Jackson

 

Spiel & Regie

 

Mackensen Kaserne, Hildesheim

 

Premiere: Juni 2011

 

Foto-Credit: Ida Drey


ichbinmirabhandengekommen

von Marie Schwesinger

 

Text & Regie

 

Theaterhaus Hildesheim, Kulturfabrik Lösecke

 

Premiere: September 2010

 

Foto-Credit: Marie Schwesinger